Limen. Una porta per l’area archeologica di Tuvixeddu a Cagliari
ProArch Call for Projects 2026
Università degli Studi di Cagliari
Das Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der RWTH Aachen University nimmt mit dem Beitrag „Paesaggi Porosi" am Call for Projects „Limen. Una porta per l’area archeologica di Tuvixeddu a Cagliari“ von ProArch teil. Der Entwurf wird im Rahmen des Abschlussseminars der Veranstaltung am 24.–25. September 2026 an der Universität Cagliari vorgestellt.
Team: Prof. Uwe Schröder, Dr. Nicola Carofiglio, Dr. Ilaria Maria Zedda
mit Eliz Aksoyoglu, Juliane Heger
Aus dem Call for Projects (aus dem italienischen Original übersetzt):
"Der Call lädt dazu ein, eine Intervention im archäologischen Areal von Tuvixeddu zu entwerfen – eine Landschaft historischer, geologischer und ökologischer Schichtungen am Rand der kompakten Stadt Cagliari, in der sich die größte noch erhalten punische Nekropole befindet. Ziel ist es, eine Architektur zu konzipieren, die als neues Eingangstor zum archäologischen Park fungiert und den Hohlräumen eines komplexen und fragmentierten Systems Wert und Sichtbarkeit zurückgibt, indem ein Archiv/Depot für ein Museum integriert wird."
Aus dem Entwurfsbericht:
Das Gebiet der Hügel Tuvixeddu und Tuvumannu weist eine komplexe und geschichtete Topografie auf, geformt durch Jahrhunderte anthropogener Veränderungen, die im Laufe der Zeit einen einzigartigen Ort in Cagliari geschaffen haben. Hier tragen die Gräber der Nekropole, die kleinen Bauwerke, die Villen, die Ausgrabungen und die tiefen Hohlräume im Boden dazu bei, eine städtische Kulturlandschaft zu definieren, die sich durch eine ausgeprägte räumliche Vielfalt und eine bemerkenswerte Porosität des Bodens auszeichnet.
Der Entwurf drängt sich diesem Zustand des Ortes nicht auf, sondern fügt sich in seine Logik ein, in sein Geflecht aus punktuellen Architekturen, Furchen und Hohlräumen. Diese Eigenschaften dienen als Leitlinien für das Projekt, das mit neuen Wegen im Inneren und Äußeren des Felsens eingreift, zwischen den Gebäuden, den Infrastrukturen und in Richtung der Lagune: Wege, die durch Subktraktion entstehen, Höhenunterschiede überwinden und die verschiedenen Teile der Landschaft und ihrer Architekturen wieder miteinander verbinden. […]
Viele kleine Eingriffe, untrennbar mit der umgebenden Landschaft verbunden, vernetzen bestehende räumliche Situationen und stärken deren Identität. Neue Figuren einer Stadt-Natur fügen sich nahtlos in die bestehende Landschaft ein. Wie in den grandiosen, aber zurückhaltenden unterirdischen Architekturen des antiken Sardiniens dringen die Wege im Projekt in den Felsen ein, durchqueren ihn und tauchen anderswo wieder auf. Im Verlauf ihrer Entwicklung verwandeln sie sich: Sie sind Dromoi unter freiem Himmel, Galerien, lange Korridore, Pergolen und Alleen. […]
Das Projekt des neuen Tors zu den Hügeln Tuvixeddu und Tuvumannu besteht somit aus einer Komposition punktueller Eingriffe und neuer Wege. Diese verwandeln das gesamte Gebiet mit Zurückhaltung und verbinden es wieder mit dem Rest der Stadt.
Veranstaltung: Paesaggi Porosi, Beitrag des Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung zum Call for Projects "Limen. Una porta per l’area archeologica di Tuvixeddu a Cagliari"
Anmerkung/en: ProArch Call for Projects 2026, Università degli Studi di Cagliari
Ort: Cagliari, Italien / Italy
Datum: 05-02-2026 -